Schreibratgeber! James Wood: Die Kunst des Erzählens

Autor, Titel:

James Wood: Die Kunst des Erzählens

(Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek, 2013)

€ 9,99

Klappentext:

Eine mitreißend und elegant geschriebene Schule des Lesens

»James Woods Ton ist nicht der eines Professors, seine Haltung nicht die der literarischen Autorität. Er spricht als offener, neugieriger und geistesklarer Leser, der die Literatur liebt und versteht, also wie der Leser, der wir alle gern wären.« (Aus dem Vorwort von Daniel Kehlmann

»Grandios.« (Die Zeit)

»Für Romanautoren, solche, die es werden wollen, und alle passionierten Leser ist dieses Buch ebenso erhellend wie begeisternd.« (The Economist)

»Lange kein Buch mehr gesehen, das so viel Lust darauf macht, Romane zu lesen.« (die tageszeitung)

»Woods intelligente Respektlosigkeit wirkt erfrischend.« (Süddeutsche Zeitung)

»Wood schreibt über Literatur, als hinge unser Seelenheil von ihr ab, und für jeden ernsthaften Leser tut es das auch.« (The nation)

Kommentar:

“Eine Schule des Lesens” steht im Klappentext. Und eine Schule des Lesens ist auch immer eine Schule des Schreibens.

Im Plauderton pickt sich Wood einzelne Effekte, Techniken heraus und beleuchtet sie. Das ist einerseits für den Leser interessant, andererseits auch für AutorInnen, denn der Effekt auf den Leser wird bei jeder Technik genau analysiert.

1) Unterschiede in wörtlicher, indirekter und erlebter Rede.

2) Unterschiede in der Sprache des Autors und der Figur.

3) Die Figur des Flaneurs und Ausführungen über Details: Details im und außer Dienst.

4) Figurenbeschreibungen auf den Punkt bringen.

Zum Schluss fügt Wood noch einige Gedanken zum Thema Realismus in der Literatur an. Dabei geht es sehr vereinfacht darum, dass viel Realismus als Zeichen für nicht so gute Literatur gesehen wird.

Für wen?

Das ist kein Schreibratgeber der klassischen Art. Es ist wirklich ein Lese-Ratgeber, der sich viel auf Klassiker der Literatur bezieht und neben der Analyse von verschiedenen Bereichen auch ein bisschen auf die Geschichte und Entwicklung des Romans eingeht. Trotz dieser klaren Ausrichtung können aber auch Autorinnen belletristischer Romane einiges lernen und sei es nur, wie man bei einer Cocktailparty intelligente Konversation über Literatur macht. Ganz abgesehen davon, dass das Lesen für Autorinnen ein wichtiger Bestandteil von Aus- und Weiterbildung ist.

»Die Kunst des Erzählens« ist ein unterhaltsam geschriebener Ratgeber mit Tiefgang.

Bewertung: 

**** (vier von fünf Sternen)

Bestes Zitat:

»Die besondere Wirkung der erlebten Rede beruht darauf, dass ein Wort wie in unserem Beispiel lächerlich sowohl dem Autor als auch der Figur angehören kann; wir sind nicht ganz sicher, wer das Wort besitzt

Interesse an näheren Informationen oder Hilfe beim Schreiben?

www.lektorat-hahnenberg.de

 

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