Meckerecke: Frühjahrsputz

Zum Einstimmen auf den Frühling mal wieder eine Meckerecke aus dem Archiv zum Nachlesen. Viel Spaß dabei!

 

Sonne!!!!! Frühling! Vogelgezwitscher! Zeit, fliegen zu gehen. Während ich an einigen Stellen kleine Gucklöcher in die schmutzigen Fenster schrubbe, schnappen sich die Piloten ihre Flugmaschinen und …

… lassen sie beinahe wieder fallen. Wolken steigen auf, die Piloten stehen hustend in einem Nebel aus Winterstaub. Ich reiße schnell ein Fenster auf und Staubmäuse tanzen durch den Raum. Mein prüfender Zeigefinger stellt mahnend fest: ein Frühjahrsputz ist fällig. Leider muss ich zusehen, wie die Piloten schnell das Weite suchen, während ich noch nach geeigneten Reinigungsmitteln forsche. Was könnte man denn da nehmen? Hm …

Schnell mal das Internet befragen: Scheibenklar und Küchenrolle. Jau. Diese Gegenstände dematerialisieren regelmäßig in meiner Küche. Vor allem im Sommer, wenn Insektenleichen oder Grasreste von Rotorblättern zu entfernen sind. Und so ist es natürlich auch jetzt – keine Ahnung, wo Scotty die Sachen hingebeamt hat. Und niemand da, um nachzufragen. »Wenn Gott gewollt hätte, dass Helis  sauber sind, wäre Spüli im Regen.« Wer hat den diesen schlauen Spruch in die Weiten des Netzes entlassen? Hier melden und antreten! Putzdienst!

Gut, weiter: »sauber Kabel verlegen« – ich hoffe ja, das ist selbstverständlich! Mein Vertrauen in elektrische Geräte schwindet umso schneller und gründlicher, je mehr Kabel man sieht (und je dichter vor meiner Nase sie fliegen).

Facebook erzählt mir dann, dass Dunkan Bossions heute noch zum Altpapiercontainer muss. Spätestens, wenn er den ganzen Kram ausgepackt hat, den ihm anscheinend ein vorzeitiger Osterhase vorbeigebracht hat. Da ist er bestimmt nicht der einzige. Ich bin ein bisschen froh, dass meine Piloten erst einmal den Staub von Helikoptern fliegen, die schon fast zur Familie gehören.

Heliwiki sagt, ich soll Druckluft zum Saubermachen verwenden. Ich finde den Vorschlag prinzipiell sehr gut, aber, mal ehrlich: wenn ich nur vorsichtig in die Ecke des Hubschrauberregals puste, habe ich das Gefühl, mitten in einem Sandsturm in der Sahara zu stehen. Außerdem steht der Kompressor in der Garage. Zuletzt probiere ich noch schnell den Staubmagneten aus, um festzustellen, dass Staub überhaupt gar kein bisschen magnetisch ist. Dann fällt mir das Buch »Mama muh räumt auf« von Sven Nordqvist ein. Und bevor dieser kleine Gedanke, das Helizimmer so aufzuräumen, wie Mama muh den Kuhstall, in mir wachsen kann, schließe ich schnell die Tür zum Hobbyzimmer und gehe meiner Wege.

In diesem Sinne: Machen Sie nichts kaputt (und vielleicht mal sauber!)

Ihre Uschi Hahnenberg

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