Die Meckerecke – Winter!

Es schneit. Es ist kalt draußen. Mütze, dicke Jacke, Handschuhe. Die Jahreszeit, in der man viel Zeit drinnen mit der Familie verbringt. Basteln, Malen, eine heiße Tasse Tee vor dem offenen Kamin. Zeit zu reden und Zeit, einfach nur zu sein.

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Pustekuchen.

Bei Modellfliegern gibt es keine „staade“ Zeit. Wenn es regnet, schneit oder ein Tornado über Deutschland fegt, sitzt der Modellflieger mit unglücklichen Gesicht vor dem Fenster und starrt ins Nasse. Dann schleppt er sich mit einem tiefen Seufzer in den Hobbykeller, um endlich diese ganzen liegen gebliebenen Tuningteile zu verbauen. Aber wehe, Frau Holle ist fertig mit Bettenmachen. Dann stürmen die harten Kerle nach draußen. Um festzustellen, dass es ganz schön kalt ist, besonders an den Fingern. Keine Sorge, die Modellbauindustrie hat vorgesorgt. Bei uns in der Ecke liegen jede Menge Mittel gegen die Kälte: fingerlose Handschuhe, beheizbare Handschuhe, ein Muff (ein Handschuh, in den die Fernsteuerung auch noch reinpasst), einige selbstgebaute Wärmeversuche mit diesen Knickhandwärmern. Das ist aber alles vom letzten Jahr. Dieses Jahr haben wir festgestellt, dass es ideal ist, wenn man nach 2 Akkus ins Haus kommt und sich wieder aufwärmt.

Natürlich hat nicht jeder eine Wiese zum Fliegen vor der Haustür oder ein edles Klubhaus auf dem Flugplatz. Vielleicht ist das die ideale Geschäftsidee: Ein alter Bauwagen auf dem Flugplatz, mit Holzofen beheizt, Tisch und Bänke. Eintritt und heiße Getränke gegen eine geringe Gebühr … Franchiseanfragen bitte an mich!

Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten im Winter. Einige Vereine haben es anscheinend geschafft die Verantwortlichen von Turnhallen davon zu überzeugen, dass Modellfliegen ein Sport ist. Mal ehrlich, Jungs, dann ist Nintendospielen auch ein Sport, oder? Ok, da ist diese Sache mit Schach, aber erstens brauchen die Schachspieler keine Turnhallen und zweitens bewegen die wenigstens einen ganzen Arm!

Und dann gibt es noch die edle Variante, im Winter Modellzufliegen. Eine Reise in den Süden. Zum Beispiel das Heli Camp auf Gran Canaria. Zeitlich geschickt nach den Weihnachtsferien platziert, so dass die Wahrscheinlichkeit auf mitreisende Kinder und quäkende Ehefrauen gering ist. Gibt es dieses Jahr eigentlich endlich die Live-Cam? Obwohl, liebe Modellbau-Angehörige, die tapferen Fliegerlein werden in diesem Hotel von ungefähr 50.000 Rentnern bewacht, die ihre morschen Knochen im milden Klima entspannen wollen. Oder ist das mit dem Modellfliegen nur ein Vorwand und die Teilnehmer wollen bei + 20 Grad Celsius ihre kältegeschädigten Finger mit Handmassagen und Thermalanwendugen wiederbeleben? Es soll so manchem schon so gut gefallen haben, dass er kurzfristig den Aufenthalt verlängert hat.

In diesem Sinne: Machen Sie nichts kaputt!
Ihre Uschi Hahnenberg

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