Balthasars Vermächtnis – Charlotte Otter

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Balthasars Vermächtnis ist die Geschichte von Balthasar, dem Mann aus gutem Hause, der sein Leben dem Kampf gegen die Seuche AIDS geweiht hat. Es ist auch die Geschichte von Maggie Cloete, einer Journalistin, die in ihrer südafrikanischen Heimatstadt Pietermaritzburg als Kriminalreporterin arbeitet. Balthasar ruft sie an, will mit ihr reden. Ein paar Tage später liegt er tot vor dem Haus der AIDS-Hilfe in dem er gearbeitet hat. Der Fall wird schnell als Raubüberfall abgetan, die Polizei in der Stadt ist überfordert. Maggie dagegen ist jetzt interessiert. Entgegen der Anweisung ihres Chefs fängt sie an zu recherchieren. Und gerät dabei in ein Netz aus Gewalt, Lügen und Verzweiflung.
Maggie Cloete ist eine faszinierende Ermittlerin, eine toughe Frau, die auf ihrem Motorrad durch die Stadt heizt und Schwierigkeiten hat, den Anweisungen ihres Chefs zu folgen. Andererseits wenn es um Familie oder Kinder geht ihre weiche Seite zeigt. An ihrer Seite fegt der Leser durch Pietermaritzburg auf der Jagd nach der Wahrheit. Dabei ist die Stadt, und vor allem der Kampf gegen AIDS eine Hauptperson für sich. Tatsächlich erfährt man einiges über das Land, die Art zu leben (allein die Tatsache, dass Maggie ein Taxi besteigt und nicht der einzige Fahrgast ist …). Vor allem, dass die Seuche so nah am Alltag der Menschen ist, ist für verwöhnte Europäer ungewohnt, ja fast exotisch anmutend.
Die Geschichte ist temporeich geschrieben, im Lauf der Geschichte wird das Bild Balthasars immer klarer, werden viele Wirrungen aufgeklärt. Auf jeden Fall wäre es schön, noch mehr von Maggie Cloete und ihrem Motorad „Henne“ zu lesen!

Charlotte Otter: Balthasars Vermächtnis
CultureBooks
Übersetzt von Else Laudan und B. Szelinski. 316 Seiten. 8,99 Euro. 1.10.2013. ISBN 978-3-944818-16-0

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